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Monatsprogramm Februar 2021

Papst Franziskus lädt uns ein, in diesem Jahr besonders auf den heiligen Josef zu schauen und von ihm zu lernen, mit Gott und für Gott durch das Leben zu gehen. Das Jahr des heiligen Josefs dauert vom 8. Dezember 2020 bis zum 8. Dezember 2021. Das Datum ist bewusst gewählt: Vor genau 150 Jahren wurde Josef zum Schutzpatron der gesamten katholischen Kirche erklärt. Das Apostolische Schreiben «Patris corde» des Papstes veröffentlichte der Vatikan am 8. Dezember 2020.

Wir veröffentlichen an dieser Stelle Gedanken zum Josefsjahr von unseren Referenten.

Gedanken von Martin Rohrer, Regens des Priesterseminars St. Luzi in Chur und früherer Programmleiter von Radio Gloria:

Ein Gedanke aus dem Schreiben «Patris corde» von Papst Franziskus beeindruckt mich besonders: «Das geistliche Leben, das Josef uns zeigt, ist nicht ein Weg, der erklärt, sondern ein Weg, der annimmt. Nur von dieser Annahme her, von dieser Versöhnung her können wir auch eine grössere Geschichte, einen tieferen Sinn erahnen.» Dieser Aspekt ist für uns alle so wichtig, damit wir in den guten und in den schwierigen Momenten unseres Lebens immer die grössere Geschichte Gottes erahnen können, auch wenn wir vieles nicht verstehen. Dazu braucht es einen grossen Glauben und ein tiefes Vertrauen, indem wir uns nicht in erster Linie auf menschliches Denken stützten, sondern auf die Vorsehung Gottes.
Ein weiterer Satz aus dem Schreiben «Partis corde» fordert uns genau in diesem Sinn heraus: «Die Heilsgeschichte erfüllt sich‚ gegen alle Hoffnung […] voll Hoffnung‘ (Röm 4,18) durch unsere Schwachheit hindurch. Allzu oft denken wir, dass Gott sich nur auf unsere guten und starken Seiten verlässt, während sich in Wirklichkeit die meisten seiner Pläne durch und trotz unserer Schwachheit realisieren.» Das ist eine Sprache, die in unserer Welt oft nicht verstanden wird, da der moderne Mensch sich so oft nur auf irdische Stärke, auf wissenschaftliche Studien und auf menschliche Überlegungen stützt. Uns fällt es oft schwer, zu glauben, dass Gott eine grössere Sicht der Dinge hat als unsere sehr begrenzten Überlegungen. Eigentlich ist es für uns eine grosse Befreiung, dass wir mit dem heiligen Josef zusammen Gott das Ruder unseres Lebens übergeben können, weil wir ihm mehr vertrauen als unserem Denken: «So lehrt uns Josef, dass der Glaube an Gott auch bedeutet, daran zu glauben, dass dieser selbst durch unsere Ängste, unsere Zerbrechlichkeit und unsere Schwäche wirken kann. Und er lehrt uns, dass wir uns inmitten der Stürme des Lebens nicht davor fürchten müssen, das Ruder unseres Bootes Gott zu überlassen. Manchmal wollen wir alles kontrollieren, aber er hat alles wesentlich umfassender im Blick» (Patris corde).
Beten wir füreinander, damit wir diesen starken Glauben des heiligen Josef immer mehr zum Leitstern unseres Lebens nehmen.

In diesem Josefsjahr veröffentlichen wir monatlich ein Bild vom Hl. Josef. Haben Sie ein Foto vom Hl. Josef? Aus Ihrer Kirche, Kapelle oder Kloster? Schicken Sie uns das Foto mit einer E-Mail zu. Danke! Heiliger Josef, bitte für uns.

Radio Gloria unterstützt dieses Josefsjahr mit vielen neuen Sendung über den heiligen Josef. Das aktuelle Programm hier:

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