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23. Juni – Verlorene Marienfeste: Maria, Mutter von der Immerwährenden Hilfe

Written by on Juni 20, 2023

14 Uhr – Heute schauen wir voraus auf ein verlorenes Marienfest am 27. Juni: Verlorene Marienfeste: Maria, Mutter von der Immerwährenden Hilfe. Pfr. Michael Dahinden

Am 27. Juni wird in redemptoristischer Tradition das Fest „der Mutter von der Immerwährenden Hilfe“ gefeiert. M.v.d.Immerw.H.
Die Ikone wurde ganz im Stil der byzantinischen Ostkirche gemalt. Zunächst sehen wir Maria, die uns direkt anzublicken scheint, als hätte sie uns etwas Wichtiges zu sagen. Ihre Augen blicken ernst, ja nahezu traurig, aber sie verlangen nach unserer Aufmerksamkeit. Ihre Arme halten Jesus, geben ihm Schutz und Halt.
Zwei Details berühren mich immer wieder neu, wenn ich die Ikone betrachte.
Mit welcher Innigkeit Jesus die Hand der Mutter mit beiden Händen umfasst, sich an ihr festhält, im Anblick des Engels, der ihm das Kreuz vor Augen hält.
M.v.d.Immerw.H. FüsseUnd in der eiligen Suche nach Zuflucht fällt dem Kind vor Schreck eine Sandale von den Füssen. Maria wendet ihren Blick dem Beter zu, als wollte sie sagen: “So wie sich mein Kind beim Anblick des Kreuzes bei mir geborgen weiss, so darfst auch du in jeder Not bei mir Trost und Hilfe suchen. Wie ich für Jesus Mutter bin, so möchte ich auch Dir Mutter sein in all deinen Ängsten und Sorgen.
Angesichts so vieler Not und so grossen Leids auf unserer Welt ist das eine sehr tröstliche Botschaft!

M.v.d.Immerw.H. ganzes BildKurze Geschichte der Ikone:
Mit hoher Wahrscheinlichkeit wurde die Ikone von einem unbekannten Mönch in der Mitte des 15.Jhdts. oder sogar früher auf der Insel Kreta im byzantinischen Stil geschrieben. Ein kretischer Kaufmann soll sie gestohlen haben und so kam sie auf Umwegen nach Rom. Nach schwierigen Umständen wurde sie 1499 in Rom in der Kirche San Matteo aufgestellt, wo sie bis 1798 sehr verehrt wurde. Viele Wunder werden in der Chronik erwähnt.
1798 wurden von den Truppen Napoleons 30 Kirchen in Rom zerstört, darunter auch San Matteo. Das Gnadenbild konnte offenbar gerettet werden. Es blieb etwa 70 Jahre versteckt. 1819 kam es in die Hauskapelle der Augustinereremiten, wo es kaum Beachtung fand.
Als die Redemptoristen 1855 an der Via Merulana 31 ihr Generalatshaus errichteten, hörten sie von dem kaum beachteten Gnadenbild. Am 11.Dez.1865 – also vor genau 150 Jahren – hatte der damalige Ordensgeneral – P. Nikolaus Mauron – eine Audienz bei Papst Pius IX. Bei dieser Gelegenheit übergab der Papst den Redemptoristen das Gnadenbild der Mutter von der Immerwährenden Hilfe, wo sie ihren endgültigen Platz gefunden hat.
Durch die Missionstätigkeit der Redemptoristen gelang es, das Gnadenbild in der ganzen Welt bekannt zu machen, sodass es heute wohl zu einer der bekanntesten Marienikonen schlechthin zählt.

Es handelt sich um ein Bild, das vermutlich im ausgehenden 14. Jahrhundert auf der Insel Kreta entstand. Heute finden sich Kopien dieses Bildes überall, wo Redemptoristen leben und wirken.

Man kann wohl zurecht sagen, dass die „Mutter von der Immerwährenden Hilfe“ eines der bekanntesten Marienbilder weltweit ist. Das Original befindet sich in der Kirche Sant’Alfonso in Rom.

 

Gebet zur Mutter von der immerwährenden Hilfe

Jungfrau, Mutter Gottes mein,
lass mich ganz Dein eigen sein.

Dein im Leben, Dein im Tod,
Dein in Unglück, Angst und Not,
Dein in Kreuz und bittrem Leid,
Dein für Zeit und Ewigkeit.

Jungfrau, Mutter Gottes mein,
lass mich ganz Dein eigen sein.

Mutter, auf Dich hoff und baue ich.
Mutter, zu Dir ruf und seufze ich.
Mutter, Du gütigste, steh mir bei.
Mutter, Du mächtigste, Schutz mir leih.

O Mutter, so komm, hilf beten mir.
O Mutter, so komm, hilf streiten mir.
O Mutter, so komm, hilf leiden mir.
O Mutter, so komm, und bleib bei mir.

Du kannst mir ja helfen, o Mächtigste.
Du willst mir ja helfen, o Gütigste.
Du musst mir nun helfen, o Treueste.
Du wirst mir auch helfen, Barmherzigste.

O Mutter der Gnade, der Christen Hort,
Du Zuflucht der Sünder, des Heiles Port.
Du Hoffnung der Erde, des Himmels Zier,
Du Trost der Betrübten, ihr Schutzpanier.

Wer hat je umsonst Deine Hilf angefleht.
Wann hast Du vergessen ein kindlich Gebet.
Drum ruf ich beharrlich, in Kreuz und in Leid,
Maria hilft immer, sie hilft jederzeit.

Ich ruf voll Vertrauen im Leiden und Tod,
Maria hilft immer, in jeglicher Not.
So glaub› ich und lebe und sterbe darauf,
Maria hilft mir in den Himmel hinauf.
Amen.